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Spielname:
WRC 3 - FIA World Rally Championship

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Milestone

Developer:
Namco Bandai

Genre:
Simulation

Release:
26.10.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 0 Jahre

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WRC 3 - FIA World Rally Championship

Review: WRC 3 - FIA World Rally Championship

Hans Weiler, 26.10.2012

7189°

35

Test mögen: Weitersagen:

VROOM! Rennspiele sind ein Genre, welches bisher auf der Vita zwar nicht unbekannt, aber dennoch recht unterbesetzt ist. Nachdem wir zum Launch der PSVita mit Asphalt Injected, Ridge Racer und ModNation Racers: Road Trip eher durchschnittliche Ableger hatten, wurde es um das Genre wieder etwas ruhiger. Nun steht uns mit WRC 3: FIA World Rally Championship endlich wieder neues Futter für uns Adrenalin-Junkies ins Haus. Doch reicht der Titel aus um sich die Zeit bis Need for Speed: Most Wanted zu vertreiben? Wir starten für euch die Motoren und gehen mit der Piste auf Tuchfühlung!

"Können Sie den heutigen Tag bitte in mehr als drei Tagen zusammenfassen?" - "Nicht sehr gut... heute."
Wie der Titel schon geschickt verrät, handelt es sich bei WRC3 um ein klassisches Rally-Spiel, welches als Puristen-Genre heutzutage nurnoch wenig Rampenlicht erhält. Während sich große Namen wie Colin McRae und in erster Linie die Dirt-Serie von den Wurzeln des Rally-Sports entfernt, stellt WRC3 ein eher klassisches Rally-Spiel dar. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem WRC Experience-Modus, welcher in Einzeletappen, Einzelrallys und die Meisterschaften unterteilt ist. Die Modi selbst sind hier recht selbsterklärend: In den Einzeletappen wählt ihr euch gezielt eine Rally und Etappe nach Wahl aus, und könnt euch auf der Piste nach Belieben austoben. In den Einzelrallys hingegen wählt ihr euch ebenfalls eine der sechs verschiedenen realen Rallys aus und fahrt mehrere Etappen am Stück durch. Die Meisterschaften führen dies dann fort, da ihr hier mehrere Rallys am Stück durchfahrt. Falls ihr mit dem Prinzip einer Rally noch unvertraut seid - hier ein wenig Kontext für euch: Im Rally-Sport treten die Fahrer nicht gemeinsam auf einem Rundkurs an, sondern fahren einzeln eine "Von A nach B"-Piste durch Stock und Stein, Wüsten und Schnee-Landschaften, welche wiederrum in einzelne Etappen aufgeteilt ist. Hier zählt allein die Zeit der einzelnen Etappen, durch welche angezeigt wird welcher Fahre welche Etappe am schnellsten bewältigt hat, bis am Ende die gesammelten Zeiten addiert werden, und der Fahrer mit der niedrigsten Zeit gewinnt. Klingt simpel, oder?

Startet die Motoren!
Komisch, ist es aber eigentlich garnicht. Wer schonmal einen Rally-Titel gespielt hat, weiß dass hier oftmals mehr Können gefragt ist, als man erstmals annehmen könnte. Euer Beifahrer hält euch mit seiner Karte stehts auf dem Laufenden, was euch als nächstes bevorsteht. "Sanfte Kurve links, Felsen innen! Gerade vorraus, Abhang rechts!" und andere Streckenangaben ertönen somit stets in klarer deutscher Sprachausgabe aus den Lautsprechern eurer Vita. Doch ein Rally-Spiel steht und fällt nunmal mit dem Handling, Fahrgefühl und Umfang. Leidergottes kann WRC3 hier aber nur bedingt glänzen. Der Umfang ist mit den 36 Strecken auf die knapp sechs Rallys recht groß und bietet durch die realen Vorbilder mit ihren unterschiedlichen Landschaften genug Futter für Freunde des dreckigen Motorsports. Das Fahrgefühl kann hier allerdings keine ganz so gute Figur machen - zumindest nur bedingt. Bei WRC3 handelt es sich um ein sehr simulationslastiges Rennspiel, und keinen flotten Arcade-Racer. Ihr müsst also ständig auf euren Beifahrer hören, gezielt mit Bremse und Handbremse arbeiten und stetig euren Untergrund beachten. Immerhin fährt es sich auf trockenem Asphalt dezent anders als auf Matsch, Schnee oder anderem Schlamm. Es erfordert einige Eingewöhnungszeit, doch zugegebenermaßen muss es auch genau so sein. Dennoch macht dies WRC3 zu einem Titel, welcher schlichtweg nicht für jedermann gemacht ist. Denn als wäre das Handling nicht schon Hindernis genug, gibt es auch massenhaft Einstellungen, welche ihr an eurem Fahrzeug vornehmen könnt. So könnt ihr an eurer Fahrzeugauflage rumschrauben, eure Bremsen härter oder weicher stellen und mit etwas Fachwissen und Enthusiasmus stets das Beste aus eurem Wagen rausholen.

Achtung, Baum! Abhang! Felsen! ... gut gefahren!
Eines ist somit klar: WRC3 ist kein Spiel für den unerfahrenen Spieler, sondern viel mehr für den gewieften Rennfahrer. Und damit ihr euer Können auch so richtig unter Beweis stellen könnt, darf natürlich auch ein Online-Mehrspielermodus nicht fehlen! Dieser ist für bis zu fünf Spieler gleichzeitig ausgelegt. Hier dürft ihr nicht nur ein eigenes Spiel erstellen, sondern natürlich auch gleich Strecken, Rennklasse, und andere Richtlinien festlegen. Die Spieler fahren hier alle die selben Etappen und treten via ihren Zeiten direkt gegeneinander an. Somit seit ihr stets in direkter Konkurrenz zueinander und versucht aus jeder Etappe die beste Zeit herauszuholen. Diese Kurve habt ihr das letzte mal nicht gepackt? Beim nächsten mal sind hier locker 2 Sekunden mehr (oder eben weniger) rauszuholen! Aber auch in den Offline-Spielmodi habt ihr diesen Anreiz gleich mit an Bord. So könnt ihr nach jedem Rennen eure gefahrene Zeit hochladen, und sie via der Leaderboards mit euren Freunden vergleichen. Hier gibt es allerdings eine kleine Einschränkung, welche durch die Rewind-Funktion bedingt ist. Wer sich im Rennspiel-Genre schon ein wenig auskennt, sollte von einem solchen Feature mit Sicherheit schonmal gehört haben. Durch Druck auf die Dreieck-Taste könnt ihr jederzeit das Geschehen einige Sekunden zurückspulen und an genau dieser Stelle wieder einsteigen. Fahrt ihr also ungebremst gegen eine Wand oder einen Abhang hinunter, dreht ihr die Zeit einfach kurz zurück und macht es beim nächsten Versuch besser. Natürlich ist dieses Feature aber begrenzt, ihr könnt also nicht unendlich oft pro Rennen eure Fehler "ausbessern". Ärgerliche Szenarien, in denen ihr kurz vor Renn-Ende einen Fehler macht und euer Gesamtergebnis gehörig versaut, können so zum Glück umgangen werden. Verwendet ihr dieses Feature aber, könnt ihr eure gefahrene Zeit nicht hochladen. Man muss eben fair bleiben.

Grafik
Doch der große Wermutstropfen folgt sogleich auf all das Lob: Die Grafik. Während die Version für die großen Konsolen mit detailierter Grafik und Streckendetails aufwartet, schneidet die portable Vita-Version um einiges schlechter ab. Die Umgebung besteht aus kaum mehr als einigen Metern abseits der Strecke, die Hintergründe sind meist flache Berge mit aufgestellten Bäumen und überall flimmern die Kanten vor sich hin. Hier wird somit kaum mehr als PSP-Niveau geboten. Interessanterweise hindert dies den Titel aber nicht daran, in regelmäßigen Abständen gehörig zu ruckeln. Dies ist besonders ärgerlich, da die Ruckler teilweise so stark ausfallen, dass das Gameplay gehörig ins Stocken gerät. So kommt es mehr als einmal vor, dass ihr gerade in eine Kurve einlenkt, das Spiel anfängt den Dia-Projektor anzuwerfen und ihr plötzlich viel zu weit in der Kurve steckt oder schon längst gegen die Bande gebrettert seid. Hier wäre mit Sicherheit mehr drin gewesen - sehr schade.

Sound
Eine marginal bessere Darstellung liefert hier der Sound ab. Euer Beifahrer ertönt klar und deutlich aus den Lautsprechern eurer Vita, und der Motorensound klingt zwar recht platt, fällt aber nicht negativ auf. Einzig und allein das ständige und sehr schlecht umgesetzte Stottern des Motors wenn ihr schaltet oder die Handbremse durchzieht, klingt als hätte euer Staubsauger Verstopfungen. Dies hätte definitiv besser umgesetzt werden können.

Features & Inhalte
Die Technik enttäuscht - was bleibt also? Die Antwort ist simpel: Das Gameplay. Wie bereits erläutert ist WRC3 definitiv nicht für Genre-Neulinge ausgelegt, kann dafür aber Freunde des Genres mit seinem Tiefgang auch für längere Zeit bei der Stange halten. Gepaart mit den vielen realen Strecken und Fahrzeugen, wird Rally-Kennern umfangtechnisch aber einiges geboten. Darüber hinaus bietet der Online-Mehrspielermodus genug Substanz um ehrgeizige Fahrer immer wieder aufs neue über die Piste zu jagen, nur um die Bestzeit erneut um einige Sekunden zu unterbieten und das Handling der Fahrzeuge bis zur Perfektion zu meistern.



Fazit:
Tja, was bietet das erste Rally-Spiel für die PSVita denn nun? Leider bleibt hier nur zu sagen: Da wäre mehr drin gewesen. Zwar wird mit den knapp 36 Etappen in sechs verschiedenen Rallys, den diversen Renn-Teams und dem motivierenden Mehrspieler-Modus einiges an Umfang für Rally-Puristen geboten, doch einige technische Probleme vermiesen den Spielspaß gewaltig. Die Grafik ist kaum mehr als zweckmäßig gehalten und ruckelt manchmal dermaßen stark vor sich hin, dass gezieltes Fahren mitunter unmöglich gemacht wird. "Das Spiel ist schuld!" ist seit jeher eine beliebte Ausrede, doch irgenwie wirkt es doch traurig wenn dies tatsächlich mal der Fall ist. Wer über die Technik hinwegsehen kann, bekommt dennoch eine anständig umgesetzte Rally-Simulation geboten - mehr darf man sich aber leider auch nicht erwarten. Wollt ihr allerdings nur ein spaßiges Rennspiel für eure PSVita, solltet ihr vielleicht auf den nächsten Raser warten.

Nennt sich ab sofort nurnoch "Etappen-König": Hans Weiler für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Namco-Bandai für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Rally-Simulation mit technische Problem, die nur etwas für echte Fans ist.

Wertung

MULTIPLAYER:

8.0

FAHRZEUGVERHALTEN:

8.0

UMFANG:

9.0
5
von 10

Realistisches Fahrzeugverhalten...

Realitätsnahe Strecken

Motivierender Mehrspielermodus

...das nichts für Einsteiger ist

Grafik kaum über PSP-Niveau

Starke, Gameplay-störende Ruckler

Kantenflimmern

Nerviges "Motoren-Gestotter"

Wie werten wir?

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35 Kommentare