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Spielname:
Silent Hill: Book of Memories

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Konami

Developer:
Konami

Genre:
Action Adventure

Release:
02.11.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4 Spieler

Altersfreigabe:
Frei ab 16 Jahre

Screenshots:
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Review: Silent Hill: Book of Memories

Denis Wewetzer, 31.10.2012

8420°

13

Test mögen: Weitersagen:

Bevor es losgeht: Schaut mir tief in die Augen, nur in die Augen, ganz tief in die Augen! *Schnipp* Ihr seid in Trance! So, das Spiel, um das es sich hier handelt heißt nicht Silent Hill: Book of Memories sondern lediglich Book of Memories. Verstanden? Gut. *Schnipp* Ihr seid wieder da. Also, heute gibt es mal einen ganz abgefahrenen Versuch von Konami zu beobachten, die einen ziemlich düsteren Dungeon Crawler mit dem Namen Book of Memories veröffentlicht haben. Bis der Titel endlich erschienen ist, hatte er jedoch so die ein oder andere Hürde - sollte er doch Anfangs noch ein Launch-Titel der Playstation Vita werden. Aber die Kurve wurde noch gekriegt und so konnten wir uns nun für euch bereits den Titel ansehen und haben uns in das Gemetzel gestürtzt, um herauszufinden, ob eine gewisse Menge an Blut die lange Wartezeit auch wieder wett machen kann.

Willkommen in eurem Albtraum!
Wie der Titel schon vermuten lässt, drehen sich die Geschehnisse komplett um das so genannte Buch der Erinnerungen. Dies fällt dem Protagonisten in die Hand, welchen ihr euch allerdings erst einmal selbst zusammenbauen müsst. Name, Aussehen und besondere Fähigkeit wollen schon jetzt sorgfältig gewählt werden, da sich euch über die Spieldauer begleiten werden und so ein paar Kleinigkeiten ändern. Nach einer Zwischensequenz, in der unser frisch zusammengebastelter Protagonist das ominöse Buch genauer unter die Lupe nimmt, beginnt das Abenteuer auch sogleich. Denn es handelt sich um kein normales Buch, sondern zeichnete ebendieses das Leben unseres Helden, nennen wir ihn hier einfach mal Zaxis, bis dato haargenau auf. Genau dies war auch der Auslöser für die Neugierde - was würde wohl passieren, wenn man in dem alten Schinken rumpfuscht. Was auch sogleich dazu führt, dass die folgende Nacht einen schönen Albtraum mit sich zieht.

Mit diesem beginnt nun auch endlich der Hauptteil des Spiels: Ein Dungeon! Zuerst wird man erst einmal freundlich von Valtiel begrüßt, der sofort mit einer kleinen, manchmal eher verschlüsselten Aufgabe aufrückt. Danach darf man sich auch schon sofort in den ersten Raum begeben, der mit hoher Wahrscheinlichkeit mit ein paar Monstern bestückt ist. Am besten geht man hier natürlich mit einer Waffe vor, was alles von einem kleinen Küchenmesser, über den klassischen Flammenwerfer, bis hin zu einem gigantischen Hammer sein kann. Nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" kann man auch gleich versuchen die Ungeheuer zu bezwingen. Diese lassen sich das natürlich nicht gefallen und schlagen zurück – unabhängig davon ob ihr sie gerade angreift oder nicht. Für diesen Fall ist es möglich sowohl zu Blocken, als auch einen Ausweichsschritt zu machen. Dies fühlt sich auch sehr schnell natürlich an und wenn man die Muster der Gegner einmal erkannt hat, macht man sie auch ratzfatz zu Kleinholz, was man je nach Feind sogar wörtlich nehmen kann. Wenn man sich mit den Kreaturen anlegt sollte jedoch bedacht werden, dass jede Waffe welche man auf dem Weg findet, nur von bedingter Haltbarkeit ist. Nach einer Weile zerbricht sogar der stabilste Katana. Um dagegen zu wirken gibt es allerdings Reparaturkits, welche dazu dienen die beschädigten Waffen wieder zu voller Gesundheit zu verhelfen. Aber es gibt noch so ein paar besondere Fähigkeiten, mit denen man ordentlich auf den Putz hauen kann.

Karma's a bitch
Durch das Besiegen von Monstern geht die Karmaleiste am oberen, rechten Rand nämlich entweder zur weißen oder zur roten Seite. Je nachdem was für einen Typ Monster man nämlich besiegt, ob Blut, Licht oder Stahl, wandert die Leiste in die Gegensätzliche Richtung, wobei Stahl neutral ist. Ist sie bei einem besonderen Segment angekommen, ist es möglich eine Karma-Fähigkeit zu benutzen. Im Falle der Licht-Zauber handelt es sich dabei um eine Heilung für Zaxis, die durch Schädigung der Gegner geschieht. Baut man die Leiste weiter auf wird dieser Zauber stärker. Die Blut-Zauber schädigen lediglich die Monster – das dafür erheblich. Aber genug von den Kämpfen, ein Dungeon will erkundet werden. Während man einfach nur durch die Gänge und Räume läuft, findet man sich manchal auch vor verschlossenen Türen wieder, von denen der Schlüssel gefunden werden will – irgendwo im Dungeon. Deshalb ist es immer das Beste, jedes einzelne Objekt abzugrasen, um bloß nichts zu übersehen – außerdem kann man so auch neue Waffen oder Heilungsgegenstände finden. Ab und an landet man auch mal in einem besonderen Raum wie der Schatz- oder Waffenkammer. Hier findet man, Überraschung, das, was im Namen erwähnt wird. Wichtig sind hier allerdings vor Allem der Speicherraum, sowie der Shop. Erklären muss ich die aber nicht, oder?

Der Dungeon ist lang und der Weg dadurch mit Monstern und Fallen nur so gespickt. Dennoch muss man dabei aufpassen, in jeder Zone auch die benötigten Gegenstände aufzusammeln – was aber schwer zu übersehen ist, da man die Events dafür durch die Zerstörung einer blau leuchtenden Kugel aktiviert. Bei diesen Events geht es allerdings leider immer nur darum alle Gegner zu besiegen. Hat sich der Staub gelegt wird das Objekt eingesammelt und kommt dann endlich, am Ende des Dungeons zum Einsatz. Doch bevor wir uns um das Rätsel kümmern, stattet uns Valtiel nochmal einen Besuch ab. Vorausgesetzt natürlich, wir haben seine Aufgabe erfüllt. Empfehlenswert ist es allemal, da uns nette Geschenke wie spezielle Waffen und Artefakte als Belohnung gegeben werden. Artefakte sind dazu da, die Charakterwerte zu erhöhen, was anderweitig allerdings auch durch das Aufleveln des Charakters möglich ist – wir spielen schließlich ein Rollenspiel. Hat man das Rätsel danach auch noch gelöst war es das schon mit der Zone!

Gameplay
Wer einen Dungeon-Crawler gespielt hat, kann sich schon gleich vorstellen, wie es bei Book of Memories abgeht. Man läuft durch ein zufällig generiertes Labyrinth, schlachtet Horden von Monstern ab und löst das eine oder andere Rätsel. Was diesen Titel allerdings wohl am meisten von den anderen unterscheidet, ist das ständige Wechseln der Waffen. Da die Haltbarkeit begrenzt ist und Reparaturkits rar sind, findet man sich sehr häufig mit einer anderen Waffe in der Hand wieder. Das stört jedoch nicht großartig, denn egal welches Werkzeug man verwendet, so funktioniert die Steuerung einwandfrei und unabhängig von der Menge an Gegnern auf dem Bildschirm komplett ruckelfrei. Was leider ein wenig auf der Strecke bleibt ist die Story, welche nur durch die gelegentliche Notiz angedeutet wird. Zudem sind die Rätsel allesamt äußerst leicht und repetetiv – zweiteres gilt leider auch für das gesamte Erlebniss.

Grafik
Hilfe, das Spiel ist viel zu dunkel! Nein, warte, wir haben eine Taschenlampe. Ach, schön. Entgegen der Erwartung, dass die Dunkelheit dazu dienen sollte, Texturmatsch zu verdecken, wurde die Umgebung in Book of Memories doch sehr liebevoll gestaltet. Einen Grafikhit á la Uncharted findet man hier zwar nicht wieder, einfach wegsehen will man hier dennoch nicht. Besonders, da die Lichteffekte außerordentlich gut dargstellt und die Monster alle schön detailiert wurden.

Sound
Schaltet man das Spiel an und bleibt kurz im Hauptmenü stehen – und glaubt mir, das wollt ihr – hört ihr sofort eine wunderschöne Melodie. Dies lässt die Hoffnungen in die Höhe schnellen, allerdings findet sich das in den Dungeons eher weniger wieder. Ein paar besondere Räume haben auch spezielle Musik, abgesehen davon besitzt jeder größere Zonenabschnitt nur Musik als Lückenfüller. Sie wirkt nicht besonders, ohne Musik wäre es allerdings komplett ohne Atmosphäre. So wird die Dunkelheit wenigstens ein wenig unterstützt.

Features und Besonderheiten
Neben den ganzen Zonen, von denen es unendlich viele zu geben scheint, findet man sehr viele, unterschiedliche Waffen auf seinem Weg. Außerdem gibt es eine große Menge an Artefakten, die benutzt werden können um seinen Charakter perfekt aufzuwerten. Das große Feature dieses Dungeon Crawlers ist allerdings der Multiplayer, welcher mit bis zu drei weiteren Spielern sowohl online, als auch per Ad-hoch gespielt werden kann. Zu viert durch die Dungeons zu gehen und alles nieder zu metzeln was einem vor die gewählte Waffe läuft, bringt nochmal einen gehörigen Motivationsschub. Dabei lässt sich jede Zone des Hosts betreten – was fatal werden kann, da die späteren Gegner natürlich um einiges stärker sind. Gut ist allerdings, dass man sich jederzeit mittels Sprachfunktion der Vita mit den Kameraden absprechen kann. Sollte man die jeweilige Sprache des Gegenübers nicht beherrschen, gibt es außerdem vorgefertigte Kommandos und Ausdrücke, welche immer gegeben und verstanden werden können. Schade im Multiplayer ist jedoch die Tatsache, dass wichtige Objekte nur von dem Spieler benutzt werden können, der sie aufgesammelt hat. Es sollte also immer aufgepasst werden, wer gerade den neuen Schlüssel oder die wichtige Puzzlenotiz aufgesammelt hat.



Fazit:
Oh nein, jetzt muss ich das schon wieder machen... Ähem: Schaut mir tief in die Augen, nur in die Augen, ganz tief in die Augen! *Schnipp* Ihr seid in Trance. Das Spiel, über das ich eben geschrieben habe ist in Wirklichkeit Silent Hill: Book of Memories. Achja, das Hühnchen dort ist ihre Schwiegermutter. *Schnipp* Ihr seid wieder da. Um nicht länger um den heißen Brei herum zu reden: Nein, es ist kein schauriges "mir stehen die Nackenhaare zu Berge"-Silent Hill. Dafür ist ein anständiger Dungeon Crawler aus demselben Universum draus geworden, mit dem man sehr schnell mehrere Stunden totschlagen kann. Die Zonenanzahl ist fast endlos und mit den verschiedenen Waffen, Notizen, versteckten Nachrichten und Artefakten findet man immer wieder was zum Sammeln. Der Multiplayer ist außerdem sehr spaßig, sollte man eine Truppe haben mit der man sich gut abspricht. Und dies ist der Punkt, der das ganze rettet, denn alleine durch die dunklen Korridore zu wandern kann auf Dauer leider nicht so sehr fesseln, wie man es von einem Silent Hill gewohnt wäre – auch ist die Story sehr kurz gekommen. Kann man sich allerdings für das Genre erwärmen und ist die Suche nach einem passenden Trupp nicht abgeneigt, findet man hier einen sehr ordentlichen Vertreter des Genres.

Versucht sich demnächst als Hypnotiseur: Denis Wewetzer für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Konami für die freundliche Bereitstellung des Rezensionscodes

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Silent Hill? Warum denn nicht einmal als Dungeon Crawler? Nicht perfekt, aber durchaus gut umgesetzt.

Wertung

SPIELWELT:

7.0

ABWECHSLUNG:

3.0

MULTIPLAYER:

10
7
von 10

An sich gute Story...

Viele, bekannte Silent Hill-Modelle...

Spaßiger (Online-)Multiplayer

Schier endlose Levelzahl

Viele Gegenstände zu sammeln

...die leider sehr sparsam erzählt wird

...ohne großen Gruselfaktor

Sehr repetetiv

Wie werten wir?

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13 Kommentare