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Spielname:
Need for Speed: Most Wanted

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Electronic Arts

Developer:
Criterion

Genre:
Racing

Release:
31.10.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-4

Altersfreigabe:
Frei ab 12 Jahre

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Review: Need for Speed: Most Wanted

Hans Weiler, 02.11.2012

10k°

36

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Geduldige Rennfahrer hatten es bisher schwer auf der PSVita. Mit WipEout 2048 stand zwar bereits ein hochkarätiger Vertreter des Genres bereit - doch nicht jeder hat Lust auf futuristische Highspeed-Action. Manchmal will man einfach in einem hochgezüchteten BMW, Ferrari, Porsche oder Audi sitzen und einfach über ganz herkömmlichen Asphalt rasen. Mit Need for Speed: Most Wanted steht uns nun einer der ganz großen Titel des Genres und gleich noch eine Neuauflage eines der beliebtesten Rennspiele der vergangenen Konsolengeneration ins Haus. Doch werden wir Vita-Besitzer nur wieder mit einem schnellen Port abgehandelt, oder haben wir hier einen Anwärter auf die Pole-Position vor uns? Wir verraten es euch!

Willkommen in der Stadt, Kleiner!
Wer bereits das Original Need for Speed: Most Wanted gespielt hat, weiß in etwa was ihn erwartet. Ihr kommt als neuer Fahrer in die Stadt Fairhaven und habt im Grunde nur eine Aufgabe: Werdet der Most Wanted! In der Stadt herrscht quasi das Gesetz des schnellsten Fahrers - und die schnellsten finden sich früher oder später in den Top 10 der meistgesuchten Fahrer wieder. Aber um an diese Fahrer ranzukommen, müsst ihr euch natürlich erstmal einen Ruf in der Stadt einfahren. Hierzu müsst ihr in diversen Renn-Events Punkte sammeln, um eure Reputation weiter zu erhöhen. Diese Renn-Events werden aus verschiedenen Kategorien zusammengesetzt. Hier tretet ihr in den bekannten Rundkurs-Rennen, einem Sprint-Rennen, einer Speed-Challenge oder Verfolgung an. Die meisten Namen sollten euch hier bereits ein Begriff sein: In den Rundkursen geht es wie gewohnt darum, sich auf einem abschließenden Kurs an die Spitze des Fahrerfeldes zu setzen. Steht ein Sprint an, müsst ihr von A nach B kommen und unterwegs am besten eure Konkurrenten abhängen. In den Speed-Challenges geht es darum auf einer festgelegten Strecke eine möglichst hohe Durchschnittsgeschwindigkeit zu erreichen und in den Verfolgungen heißt es einfach nur weg - und zwar so schnell wie es geht! Denn Videospiel-Welt hin oder her, wer gegen das (Straßen-)Gesetz verstößt, ruft die Gesetzeshüter auf den Plan.

Wir haben einen Elfeinundfünfzig!
Einer der großen Aushängeschilder des Titels sind nämlich auch dieses mal wieder die Verfolgungsjagden mit der Polizei. In den Straßen der Stadt patroulieren diese und hängen sich sofort an eure Fersen. Während hier anfangs noch ein oder zwei Streifenwagen hinter euch her sind, steigt eure Fahndungsstufe mit dem Spielverlauf immer weiter an und die Cops agieren immer aggressiver auf euer Verhalten. So stellen euch die Gesetzeshüter später Straßensperren in den Weg, legen Nagelbänder auf die Straßen, verfolgen euch mit immer mehr Fahrzeugen und geben alles daran euch zum Anhalten zu bringen - egal mit welchen Mitteln. Doch zum Glück habt ihr das passende Equipment in Form der diversen Fahrzeuge: Denn von denen gibt es knapp über 40 verschiedene. Wie ihr diese Autos freischaltet und auswählt, wird allerdings etwas anders gehandhabt als noch in den meisten anderen Rennspielen. So werdet ihr zum Beginn des Spiels in die Stadt geworfen, mit der Aufgabe euer erstes Fahrzeug zu finden. Das Spiel selbst führt euch an die Stelle, wo bereits euer erster Flitzer auf euch wartet. Um diesen dann zu bemannen, fahrt ihr einfach darauf zu und drückt die Dreieck-Taste um euren fahrbaren Untersatz zu wechseln. Ihr müsst die Autos also nicht mehr im Spielverlauf freischalten und auf euer Traumgefährt hinsparen, sondern einfach nur das herrenlose Auto finden welches irgendwo in der großen Stadt versteckt ist. Habt ihr ein Fahrzeug aber einmal entdeckt, könnt ihr es jederzeit über das Ingame-Menü anwählen und direkt zum jeweiligen "Parkplatz" springen.

Die Straße ruft nach euch!
Euer Menü könnt ihr jederzeit via des digitalen Steuerkreuzes aufrufen. Hier könnt ihr sowohl das Tuning eures Fahrzeuges durchführen, als auch den Multiplayer starten, nach den verfügbaren Rennen suchen oder sehen ob andere spezielle Events verfügbar sind. Das funktioniert simpel, allerdings wird das Spielgeschehen währenddessen nicht pausiert. Somit müsst ihr ständig am Straßenrand anhalten sobald ihr euer Menü aufruft - das ist beim simplen cruisen durch die Stadt kein Problem, wollt ihr allerdings während eines Rennens beispielweise eure Reifen für die jeweilige Strecke anpassen, ist dies mitunter eine schier unlösbare Aufgabe. Ein wirklicher Störfaktor, ist dies aber im Großen und Ganzen nicht. Aber sind wir mal ehrlich - die wenigsten von euch legen sich doch ein Rennspiel zu, nur um alleine vor sich hin zu rasen. Und genau hier setzt das Autolog-Feature ein: Dieses lädt nach jedem abgeschlossenen Event eure gefahrene Zeit auf die sogenannte Speedwall hoch, welche quasi als Leaderboard fungiert. Hier könnt ihr stets sehen wie ihr euch gegen eure Freunde behauptet. Außerdem sind überall in der Stadt Blitzer verteilt, die die Geschwindigkeit registrieren, mit der ihr an ihnen vorbei brettert. Auch hier wird euer Name sogleich verewigt, und mit euren Freunden in direkte Konkurrenz gestellt. Selbstverständlich bleibt es aber nicht nur dabei, denn natürlich ist auch ein Online-Multiplayer für bis zu vier Spieler mit an Bord - und hier geht es so richtig rund.

Nurnoch ein Takedown, dann bist du ganz vorne!
Sobald ihr den Mehrspielermodus startet, werdet ihr entweder mit drei zufälligen anderen Spielern, oder direkt mit euren Freunden zusammen auf die Straßen losgelassen. Dort habt ihr erstmal kurz Zeit euer Fahrzeug auszuwählen und ein wenig durch die Straßen zu düsen, bevor dann der erste Treffpunkt festgelegt wird. Für alle Spieler heißt es dann nur eines: Als erster am Treffpunkt sein! Denn der erste der dort ankommt erhält zusätzliche Punkte als Belohnung. Haben sich dann schließlich alle Fahrer eingefunden, wird das erste von fünf Events gestartet. Hier sind diverse Spielmodi vertreten, wie ein herkömmliches Sprint-Rennen, eine Drift-Challenge, in der es darum geht in einem abgesteckten Areal die größte Strecke zu driften, ein Team-Rennen, in dem ihr in Zweier-Teams aufgeteilt wird und das Team gewinnt, dessen Fahrer als erste die Ziellinie überqueren, sowie einige weitere Variationen. Ist ein Event abgeschlossen, habt ihr noch kurz Zeit zusätzliche Punkte zu sammeln, indem ihr die Fahrzeuge eurer Mitfahrer von der Straße rammt. Und dann? Dann geht es auf zum nächsten Treffpunkt! Wer dann am Ende der fünf Events am öftesten gewonnen hat, wird zum Sieger der Session erklärt und erhält noch zusätzliche Punkte spendiert. Die gesamte Spieldauer über steht ihr somit ständig in direkter Konkurrenz mit den anderen drei Spielern und rast ständig mit einem Affenzahn von einem Treffpunkt zum nächsten. Adrenalingeladene Kopf-an-Kopf-Rennen, Schadenfreude und das Gefühl absoluter Überlegenheit wenn ihr an den anderen Spielern vorbeirast sind hier garantiert.

Gameplay
Wie bereits erwähnt, habt ihr die gesamte Stadt stetig als Spielplatz zwischen den Rennen zur Verfügung. Während in vielen Open World-Rennspielen die Straßen hier nach kurzer Zeit nur als nervig angesehen werden und man sich beinahe in die Zeit der trockenen Menüs zurückwünscht - geht Need for Speed: Most Wanted hier einen ganz anderen Weg. In erster Linie durch die großartige Steuerung macht das Fahren stets Spaß, selbst wenn es nur von einem Event zum nächsten geht. Die Steuerung selbst fällt hier recht simpel aus, via der R-Taste wird wie gewohnt Gas gegeben, während der L-Button für die Bremse und den Rückwärtsgang zuständig ist. Die X-Taste aktiviert euren Nitro-Boost, Viereck fungiert als Handbremse und per Kreis wechselt ihr die Kamera-Perspektive. Leider habt ihr hier nur die Wahl zwischen zwei Perspektiven, nämlich der üblichen "Von hinten"-Ansicht, sowie einer Stoßstangen-Perspektive. Ein wenig mehr Auswahl hätte sicherlich nicht geschadet, doch das ist schon Meckern auf hohem Niveau. Doch der größte Pluspunkt ist hier ganz klar die butterweiche Steuerung des Titels. Zwischen jedem der über 40 Fahrzeuge gibt es klare Unterschiede im Handling und mit etwas Engagement findet ihr recht schnell ein Fahrzeug, welches eurem Fahrstil genau zusagt. Und spätestens dann driftet ihr gekonnt mit rasender Geschwindigkeit durch die Straßen.

Grafik
Nachdem man im Vorfeld der Veröffentlichung des Titels nur recht spärlich wusste wie Need for Speed: Most Wanted denn nun auf der Vita aussieht, kann man nun endlich aufatmen, denn Criterion Games hat hier ganze Arbeit geleistet: Die Stadt ist mit all ihren markanten Orten sehr hübsch in Szene gesetzt, gerade wenn ihr zum Beispiel dem Sonnenuntergang entgegen fahrt, bekommt ihr einige atemberaubende Lichtspielereien zu Gesicht. Auch die Fahrzeugmodelle sind insgesamt sehr gut gelungen, nur einige wenige Autos fallen dezent gegen andere mit ihren Details ab. Natürlich gibt es aber auch ein paar weniger schöne Seiten: So sind die CPU-gesteuerten Zivilfahrzeuge auf den Straßen recht detailarm ausgefallen und es mussten einige Strecken-Details der Portierung von den großen Konsolen auf die Vita Einbußen erleiden. Die Bodentexturen sind gröber aufgelöst und es gibt weniger Vegetation zu bestaunen. Desweiteren wurde sich ein Großteil der flüssigen Optik dadurch erkauft, dass einfach weniger Verkehr auf den Straßen herrscht. Auch einige weitere Details in der Stadt, wie Anbauten an den Gebäuden, haben ihren Weg nicht auf die Vita gefunden. Von diesen Kleinigkeiten abgesehen, macht der Titel aber insgesamt immernoch eine überdurchschnittliche Figur und stellt eines der wohl hübschesten Rennspiele derzeit auf einer portablen Spielekonsole dar.

Sound
Auch im Bereich der Soundkulisse macht der Titel eine herrausragende Figur. Alle Wagen haben einen ganz eigenen Motorensound und unterscheiden sich von den anderen Rennboliden. Vor allem ist aber der Soundtrack dieses mal wieder sehr anständig geworden, aus diversen Elektronik und Rock-Genres sind hier eine Tracks vertreten. Von Greenday über Lower Than Atlantis, bis hin zu den Chemical Brothers und Deadmau5 ist hier für jeden Geschmack etwas mit dabei. Sehr schön gelöst ist hier übrigens auch, wie ihr während den Rennen den gerade spielenden Track wechseln könnt: Streicht ihr mit der rechten Hand von der Mitte des Touchpads nach außen, springt ihr zum nächsten Song weiter. Macht ihr diese Geste mit der linken Hand, könnt ihr außerdem auch die Musik pausieren und wieder abspielen. Somit müsst ihr nie etwas hören was ihr nicht wollt, habt dennoch freie Hände und müsst nicht während eines Rennens die Hände vom Gas oder der Steuerung nehmen.

Features & Inhalte
Rekapitulieren wir einmal: Es gibt eine riesige Stadt die ihr frei erkunden könnt, über 40 Fahrzeuge die von euch gefunden und gefahren werden wollen, diverse Renn-Events und eine Liste von den Top Ten der meistgesuchten Fahrer, die der Reihe nach von euch bezwungen werden wollen. Dazu kommt noch der grandiose Online-Mehrspielermodus, welcher euch stetig anpirscht mit euren Freunden durch die Stadt zu rasen und in abwechselnden Events euch gegenseitig von der Straße zu rammen. Wenn ihr auch nur ein Fünkchen weit mit Rennspielen anfreunden könnt, habt ihr hier genug geboten, damit ihr eure Vita eine ganze Weile nicht mehr aus der Hand legt. Die diversen zusätzlichen Aufgaben in der Stadt, wie die ständige Jagd nach neuen Blitzer-Highscores oder den diversen Werbetafeln die ihr durchbrettern könnt um euch auf ihnen zu verewigen, tun ihr übriges dazu bei. Dennoch gibt es auch hier einige Schattenseiten, zum Beispiel bestehend in dem etwas anders gelösten Tuning-System. So schaltet ihr die Tuning-Teile einzeln für die Autos frei, indem ihr mit ihnen jeweils Rennen in bestimmten Platzierungen gewinnt. Rein optisches Tuning, welches im originalen NFS: Most Wanted in Form von Lackierungen, Decals und Vinyls gehandelt wurde, entfallen komplett. So repariert ihr den Schaden an eurem Fahrzeug indem ihr einfach durch eine der diversen Werkstätten der Stadt fahrt - die Farbe eures fahrbaren Untersatzes wird hier stetig durch Zufall gewechselt. Komplette Eigenkreationen, fallen somit diesmal also flach. Etwas enttäuschend ist darüber hinaus auch die Gegner-KI, da diese euch oftmals weniger durch ihr Fahrvermögen Schwierigkeiten bereiten, sondern meist einfach dadurch dass sie schlichtweg mehr Glück haben als ihr und einem Unfall entgehen können, oder einfach schnellere Boliden verwenden.



Fazit:
Eines ist klar, mit Need for Speed: Most Wanted hat sich Criterion Games definitiv einen Platz ganz vorne im Fahrerfeld der Vita gesichert. Sehr ansehnliche Technik trifft auf famoses Gameplay und einen umfangreichen und spaßbringenen Online-Multiplayer. Zwar wurde sich ein Teil der gelungen Grafik durch einige Einsparungen in Sachen Texturen und Verkehrsaufkommen erkauft, doch dies mindert den Spielspaß nur bedingt. Darüber hinaus ist da noch der große Umfang und eine riesen Stadt, welche euch als Spielplatz dient. Nur das Tuning der Fahrzeuge ist dieses mal zu kurz gekommen - hier steht also ganz klar das Fahren im Vordergrund und weniger das Drumherum. Das Fazit ist somit klar: Steigt ein, gebt Gas und startet durch.

Ist unangefochten der Most Wanted: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Leserwertung:

Super
Deine Wertung:

-
Großartiger Online-Multiplayer und riesiger Umfang: So muss ein Rennspiel auf der Vita aussehen!

Wertung

MULTIPLAYER:

10

FAHRZEUGVERHALTEN:

8.0

SPIELWELT:

9.0
8
von 10

Hübsche Grafik...

Riesige Stadt

Toller Online-Multiplayer

Rasantes Geschwindigkeitsgefühl

Toller Soundtrack

...die mit einigen matschigen Texturen erkauft wurde

Kein "echtes" Tunen

Wenig Verkehr

Durchwachsene Gegner-KI

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