Planet3DS PlanetDS PlanetVita PSP.de PlanetiPhone Classics Forum

PGN-ID:[?] (Nicht eingeloggt)
Login
Registrieren
PlanetGameboy N-Page.de


Spielname:
Call of Duty: Black Ops Declassified

Typ:
PSVita-Spiel

Publisher:
Activision

Developer:
Activision

Genre:
Shooter

Release:
13.11.2012 (erschienen)

Multiplayer:
1-8

Altersfreigabe:
Frei ab 18 Jahre

Screenshots:
Spiel mögen:

Weitersagen:


Jetzt Bestellen:
Zum Shop:


Call of Duty: Black Ops Declassified

Review: Call of Duty: Black Ops Declassified

Hans Weiler, 18.11.2012

10k°

75

Test mögen: Weitersagen:

Kaum angekündigt, kaum etwas davon gesehen – und schon ist es da. Nach dem mäßigen Resistance: Burning Skies startet Nihilistic nun mit Call of Duty: Black Ops Declassified einen neuen Versuch, die ganz großen Shooter auch auf der Vita zu etablieren. Die Ambition hier ist natürlich groß, immerhin zählt die Call of Duty-Serie zu den wohl größten Namen überhaupt in der Branche. Und das wohl auch nicht unbegründet, schließlich bricht so ziemlich jeder Ableger der Serie immer wieder aufs Neue sämtliche Verkaufsrekorde. Doch kann der erste CoD-Titel auf der PSVita wirklich mit den ganz großen Blockbustern mithalten, oder werden wir nur mal wieder mit einer schnellen Umsetzung abgehandelt? Ihr ahnt schon worauf das hinausläuft – findet es mit uns zusammen heraus!

Bevor wir in die Zukunft blicken, müssen wir Geschichte schreiben
Wenn wir einmal alle ganz tief in uns hinein blicken, können wir uns doch wohl alle eingestehen, dass es nur einen Grund gibt einen Call of Duty-Titel zu spielen: Die Einzelspieler-Kampagne! Nicht? Doch, ihr wisst es nur noch nicht. In Black Ops Declassified bekommt man hier allerdings, im Gegensatz zu den bisherigen Ablegern der Serie, keine zusammenhängende Geschichte geboten, sondern einzelne Spec-Ops Missionen vorgesetzt. Diese galten bisher immer nur als zusätzlicher Spielmodus, in welchem man in kooperativen Missionen gemeinsam mit seinen Freunden diverse Missionsziele erledigen musste. Tja, und genau diese ersetzen nun eben die kinoreife Bombast-Action der großen Vorbilder. Und hier starten wir gleich mit einem der ganz großen Mankos des Titels: Der quasi nicht existente Einzelspieler-Aspekt. Hier wird das selbe Konzept verfolgt, welches bereits mit Unit 13 auf der PSVita vorgemacht wurde: Es gibt einzelne Missionen, die zwar den Anflug einer Story bieten, insgesamt aber kaum über simples „Gehe von A nach B innerhalb des Korridors, und schieße dabei alles über den Haufen“ hinausführt. Im Gegensatz zum offensichtlichen Vorbild, werden hier aber nicht unzählige Missionen, sondern gerade mal 10 Szenarien geboten. Mit ihren durchschnittlichen 5-10 Minuten Spielzeit, ist somit die gesamte Kampagne in gut einer Stunde zu bewältigen. Und das ist, selbst nach heutigem Maßstab, ein absoluter Witz. Zwar werden hier verschiedene Schwierigkeitsgrade geboten und das Spiel zählt eure Zeit, Punkte und weiteres um daraus einen Highscore zu errechnen, welcher in weltweiten Leaderboards aufgeführt wird, doch kann dies nicht über den mehr als mangelnden Umfang hinwegtäuschen.

“In Reih und Glied, ihr Maden!“
Ein weiteres großes Manko innerhalb dieser Missionen, ist dass es keinerlei Form von Zwischen-Checkpoints gibt. Sterbt ihr während einer Mission, geht es wieder ganz zum Anfang zurück. Durch die geringe Länge dieser Missionen ist dies zwar kein Beinbruch, doch gerade wenn man immer wieder aufs neue die Eröffnungssequenz zu sehen bekommt und immer wieder die selben Reihen von Gegnern niedermäht, setzt hier schnell Monotonie ein. Auch dass hier sämtliche Gegner-Positionierungen nach einem strikten Skript ablaufen, tun der Abwechslung hier keinen Gefallen. So wisst ihr spätestens beim dritten Wiederholen einer Mission genau, wo die gegnerischen Soldaten positioniert sind, wann deren Verstärkung wo auftaucht und wie ihr diese am besten ausschaltet. Um aber dennoch etwas Gutes an dem Einzelspieler-Aspekt zu lassen – Nihilistic versuchte hier mit einigen üblichen Stilmitteln, das kinoreife Gefühl der großen Vorbilder nachzustellen. So explodiert vor euch eine Bombe, ihr springt gerade so vor dieser in Sicherheit, fallt zu Boden, krabbelt zu eurer Kanone und schaltet Soldaten aus die bereits auf euch zustürmen. Die grundliegende Substanz ist somit gegeben, allerdings wird einfach nicht genug Inhalt geboten, um dies weiter auszuführen und wirklich umzusetzen. Schade drum! Neben den einzelnen Operationen, gibt es aber auch noch ganze fünf Szenarien der Marke Zeitattacke. Hier wird man lediglich durch verschiedene Kurse gehetzt und muss schnellstmöglich Pappfiguren umknallen – und Zielübungen machen auch nur so oft Spaß. Auch hier werden natürlich Highscores und Leaderboards geboten, doch wirklich fesseln kann auch dieser Modus nicht lange. Und um das Trio abzurunden, ist hier zu guter Letzt noch der Feind-Modus. Eingeführt wurde dieser Modus vergangenes Jahr in Call of Duty: Modern Warfare 3, wirklich umgesetzt wurde das Vorbild aber nur bedingt. So tretet ihr hier nicht mit Freunden, sondern lediglich alleine auf Multiplayer-Maps an, und müsst so lange wie möglich gegen eine anstürmende Horde von computergesteuerten Soldaten überleben. Wer mit dem Horde- oder Firefight-Prinzip aus anderen Spielen vertraut ist, weiß genau was ihn hier erwartet. Dieser Modus kann zwar durchaus für kurze Zeit an die Vita fesseln, durch das Fehlen einer Mehrspieler-Option, ist aber auch hier die Langlebigkeit stark begrenzt.

“Es gibt viele Gewehre, aber dies hier ist meins.“
Doch genug gemeckert, kommen wir auch mal zu etwas Positivem. Wer schon einmal einen Call of Duty-Titel gespielt hat, wird sich sofort mit der Steuerung zurechtfinden. Mit Resistance wurde bereits vorgemacht, dass ein Ego-Shooter durchaus auf der PSVita funktionieren kann, Black Ops Declassified führt dies nun noch einen Schritt weiter. Erneut bewegt ihr euren Charakter mit dem linken Analogstick, während ihr den rechten Stick zum Umschauen und Zielen verwendet. Mit der X-Taste wird gesprungen, Viereck läd nach, Kreis lässt euch Knien und Liegen und mit Dreieck wechselt ihr zwischen euren zwei Waffen. Per Druck auf die R-Taste wird schlussendlich geschossen und mit der L-Taste könnt ihr über Kimme, Korn und Visier zielen. Der Touchscreen kommt aber auch zum Einsatz, so werft ihr über diesen Granaten oder zückt euer Messer um ganz persönlich im Nahkampf vorzugehen. Ein Punkt, der definitiv besser gehandelt wird als noch in Resistance, ist hier das Sprinten. So könnt ihr in den Einstellungen des Titels einstellen, dass ihr automatisch sprintet sobald ihr euch geradeaus bewegt. Und sind wir mal ehrlich – wann will man eigentlich nicht sprinten? Alternativ könnt ihr aber auch per Druck auf die untere Taste des digitalen Steuerkreuzes in die schnelle Form des Gehens wechseln. Somit müsst ihr nicht mehr ständig auf das Rückseiten-Touchpad drücken, nur um euch schneller fortzubewegen. Insgesamt verrichtet die Steuerung einen hervorragenden Dienst, das Zielen funktioniert schnell, simpel und hält den schnellen Spielstandard der Serie. Im Gegensatz zu Resistance geht die komplette Steuerung auch um einiges flüssiger von der Hand und fühlt sich nicht mehr so steif an.

Durchladen, Jungs! Das Spiel geht los!
Erinnert ihr noch als ich euch einreden wollte dass der Einzelspieler-Modus von Call of Duty als einziges euer Interesse hält? Vergesst das. Multiplayer, darum geht es heutzutage. Logischerweise kommt natürlich auch Black Ops Declassified mit seinem eigenen virtuellen Kriegsspielplatz daher, um euch auf andere Menschen schießen gegen andere Spieler antreten zu lassen. Im Gegensatz zu den großen Vorbildern, liegt das Spieler-Maximum hier allerdings bei acht Spielern gleichzeitig. Davon abgesehen, wird hier aber grob ein ähnliches Gesamtpaket geboten. Die populärsten Spielmodi sind hier natürlich das klassische Team-Deathmatch, in welchem ihr in 4vs4-Partien antretet, und dem Free for All-Modus, in welchem alle acht Spieler einzig und allein für sich selbst kämpfen, und schlichtweg alles erledigen, was ihnen vor das Gewehr läuft. Darüber hinaus gibt es noch den Modus namens Abschuss Bestätigt, in welchem ihr von erledigten Gegnern erstmal die fallengelassenen Marken aufsammeln müsst um den Kill angerechnet zu bekommen, Abwurfzone, in welchem man mit seinem Team gemeinsam eine Zone halten und verteidigen muss, sowie Team-Taktik, in welchem die drei teambasierten Spielmodi zufällig aus einer Playlist ausgewählt werden.

Das Grundgerüst für einen soliden Online-Shooter ist somit geboten, leider wurde auf diesem aber nicht viel weitergebaut, weshalb die Spielmodi etwas an Abwechslungsarmut leiden. Dennoch kann der Titel im Vergleich zum Singleplayer-Aspekt, im Multiplayer durchaus punkten. Das Gameplay läuft hier genauso schnell ab wie man es von den großen Versionen gewohnt ist, und die Maps sind auf das schnelle, portable Gameplay bestens ausgelegt. Gerade im Team-Deathmatch Modus kann man gemeinsam mit Freunden einigen Spaß haben – vor allem wenn man sich dabei noch in einem Party-Chat befindet und sich gegenseitig „GRANATE!“ in die Ohren schreien kann. Wo Resistance noch etwas behäbig im Mehrspieler-Aspekt war und wenig Motivation geboten hatte, kann Black Ops Declassified mit schnellem Gameplay und einem durchdachten Level Up-System punkten. Nicht so gut sieht es allerdings aktuell noch für die Performance der Online-Modi aus, da es hier derzeit noch einige Verbindungsprobleme, sowie mitunter unerträglich lange Ladezeit gibt. Ob dies noch in Zukunft behoben wird, muss sich erst noch zeigen.

Grafik
Offensichtlich gab es einen Grund, weshalb man im Vorfeld von dem Titel nur sehr spärlich Szenen aus dem Spiel selbst zu sehen bekam. Doch bevor die ersten Schreie laut werden, lasst euch eines gesagt sein: Es sieht hübscher aus, als Resistance. Zwar befindet sich der Titel immer noch klar unter dem technisch Möglichen auf der PSVita, doch sämtliche Areale bringen ein stimmiges Gesamtbild daher. So rieselt auf einer verschneiten Map still der Schnee vor sich hin, während in einer orientalisch angehauchten Stadt ihr im hitzigen Häuserkampf mitansehen könnt wie eine leichte Brise etwas Sand umherwirbelt. Zwar sehen einige Objekte und Texturen schlichtweg platt, hässlich und sehr grobkörnig aus, doch zugegebenermaßen hat man im schnellen Gameplay des Online-Modus ohnehin selten Zeit sich die Umgebung anzusehen. „Zweckmäßig“ lautet hier das klare Motto.

Sound
Ähnlich wie mit der Grafik, sieht es auch mit dem Sound aus. Viele der Waffen sorgen für eine anständige Soundkulisse, während einige andere geradezu lächerlich mit ihrem blechernen Abzug-Geräusch anmuten. Musik spielt im schnellen Gameplay ja ohnehin eine eher unbedeutende Rolle, weshalb die durchwachsenen Soundeffekte einen faden Nachgeschmack hinterlassen. An dieser Stelle sei aber angemerkt, dass bereits am aktuellen Standpunkt ein Patch zu dem Titel bereitsteht, der einige Sound-Probleme, wie eine abfallende Lautstärke während des Spielens, behoben hat.

Features & Inhalte
Auch in diesem Punkt, haben wir es mit einem zweischneidigen Schwert zu tun. Der Einzelspieler-Modus bietet kaum Substanz um lange an die Vita zu fesseln, während der Online-Mehrspieler-Modus durchaus Motivation zum Weiterspielen bietet. So verfolgt der Titel ein Rangsystem, in welchem ihr durch Erfahrungspunkte (welche durch Kills, Unterstützungen und co. verdient werden) die Rangliste nach oben klettert. Mit ansteigender Stufe werden hier stets neue Waffen und Modifikationen für diese freigeschaltet, mit welchen ihr euch eigene Klassen zusammenbasteln könnt. Wollt ihr einen Sturmsoldaten mit Maschienengewehr und Rotpunkt-Visier? Kein Thema! Oder doch lieber einen Scharfschützen mit passendem Gewehr und einer Stabilisierungshilfe unterm Lauf? Die Wahl bleibt euch überlassen. Um dies weiter auszubauen stehen euch aber auch in Black Ops Declassified die bekannten Perks zur Verfügung. Diese sind quasi Fähigkeiten mit denen ihr euren Recken ausrüsten könnt, wie zum Beispiel dass ihr schneller nachladen könnt, länger und schneller sprintet, oder sogar beim Laufen keine Geräusche macht, um euch besser an eure Feinde anschleichen zu können. Eure eigens erstellten Klassen könnt ihr hier letztendlich sogar über die near-Funktion der Vita mit anderen Spielern tauschen. Wer es braucht, bekommt es also auch.



Fazit:
Mit Call of Duty: Black Ops Declassified steht uns Vita-Spielern, wie bereits erwähnt, ein sehr zweischneidiges Schwert ins Haus. So werden Einzelspieler durch das Fehlen einer echten Kampagne nicht nur abgeschreckt, sondern haben schlichtweg wenig Anreiz sich den Titel überhaupt zuzulegen. Anders sieht es bei Freunden von Online-Shootern aus, die mit dem Spiel einen durchaus funktionierenden Online-Spielplatz geboten bekommen. Wem in Resistance: Burning Skies zu wenig Anreiz geboten wurde um sich online durch die Server zu schießen, wird durch die Unmengen an Ausrüstung, Waffen und Upgrades definitiv länger an die Vita gefesselt werden, nicht zuletzt dadurch, dass das schnelle Gameplay der Call of Duty-Serie einwandfrei auf die PSVita übertragen wurde. Shooter-Puristen und all jene die einfach nur einen gut funktionierenden Shooter auf der Vita spielen wollen, dürfen somit zugreifen – alle die sich eher alleine vergnügen, setzen diese Operation lieber aus. Oder warten auf Killzone.

Schießt schneller als sein Schatten: Hans Weiler für PlanetVITA.de

Vielen Dank an Activision für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionscodes.

Leserwertung:

Mittelmaß
Deine Wertung:

-
Spaßiger Online-Shooter, der aber noch mit einigen Schwächen zu kämpfen hat.

Wertung

SCHWIERIGKEIT:

6.0

WAFFENARSENAL:

9.0

TECHNIK:

5.0
6
von 10

Motivierender Online-Multiplayer

Flottes Gameplay

Viele Waffen

Flüssige Action

Einzelspieler schauen in die Röhre

Keine Checkpoints

Grafik nur zweckmäßig

Durchwachsener Sound

Lange Ladezeiten

Wie werten wir?

Kommentare anzeigen

75 Kommentare